Be_weekly KW09 2022

Das erste Etappenziel ist erreicht. Der erster 9er Block. Und leider müsst, nein ich hoffe Ihr wollt, alle nun da durch, es folgt eine Zusammenfassung. In der ich gerne mal tiefer auf mein Thema eingehen möchte. Übergeordnet ist das ja Heimat. Alle Fotos sollen deshalb nur das Nahe Umfeld zeigen. Kann das interessant genug sein? Schaut sich jemand die Fotos länger als 3 Sekunden an? Was denken Menschen wenn sie so etwas Gewöhnliches sehen? Wie Straße, Leitpfosten, Bäume, Bewegung, Geerdet oder dem Boden Nah. Können Sie da etwas hinein interpretieren? Tut das jemand wenn man es nicht mit vielen Worten erklärt? Würde ich das tun? Ganz ehrlich eher nein, aber was soll’s ich bleibe dabei. Denn das sind nun mal meine Möglichkeiten. Und ganz zum Schluss fällt erst die Entscheidung. Hot oder Schrott!

Thema Heimat, da ich letztes Jahr, nach 20 Jahren Frankfurt, zurück in die Heimat, aufs leicht hügelige Land, gezogen bin. Eigentlich war das nicht geplant, jemals wieder zurück zu kehren. Denn erst mal gewöhnt, an die Annehmlichkeiten der Stadt, dachte ich nicht daran „Diese“ wieder auf zu geben. Meine Leute verstanden das nicht so recht. Wie konnte ich nur so etwas machen. Die offensichtlichen Änderungen in unserer äußeren Welt ließen mich diese Entscheidung treffen. Es gibt die Lebensumstände – von vor 3 Jahren – nicht mehr und die kommt auch nicht zurück. Das glaube ich tief drinnen in meiner Seele. Und das lies mich handeln. Ich kann nur sagen wenn man offen ist, kann der Mensch sich so ziemlich an alles anpassen und dennoch hervorragend leben. Ohne wirkliche Einbußen. Die Frage ist nur, ob wir auch mal los lassen können, alten Gewohnheiten und Bequemlichkeiten „auf nimmer Wiedersehen sagen“ können. Damit nicht nur das Schlechte gesehen wird, in den aktuellen Umständen. Sondern mal die jetzt gebotenen Möglichkeiten als Chance nutzen, um etwas Neues auf die Beine zu stellen. Nicht weg sehen. Sondern handeln, wo handeln machbar ist. Was nicht machbar ist, da ist Akzeptanz gefragt. Raus aus den alten Schuhen. Zurück zu den Wurzeln. Zurück Besinnung auf das was wir wirklich sind. So stellte sich mir dann irgendwann die Frage, ob ich fest gefahren bin und nur noch Schwarz Weiß denke?

Thema Schwarz Weiß und schon sind wir wieder bei dem Fotoprojekt angekommen. Da habe ich ja die Definition übernommen „ Seele der Fotografie“. Mir fiel es wie Schuppen aus den Haaren, ich schaue auf das Kleid, das Äußere lockt mich an, scheinbar mehr als innere Werte. -Bin dann mal in mich gegangen und hab mich hinterfragt. Denn es ist wahr, ich liebe Schönheit und auch so richtig Buntes. Davon lasse ich auch nicht ab. Schönheit ist etwas das nicht messbar ist. Das mag ich, keine Messlatte, nur fühlen. Deshalb vermitteln Farbfotos für mich nicht nur Oberflächliches. Sondern etwas Erhebendes. Nutzlos zwar aber mit viel Leichtigkeit, Heiterkeit kommt mir in den Sinn. Und das ist schließlich Nahrung für die Seele.

Kommen wir doch bitte, also zurück zum Thema, wollte ja mal rein schauen, in die Seele. Bevor ich das tat ging ich aber erst mal wieder ins Ego und die Planung.

Als Präsentationsplattform schien es mir das einfachste, auf Instagram zu posten. Da dort die Fotos immer so angeordnet sind das 3 in einer Reihe sind. Kam mir die Idee, immer eins hell eins dunkel auf zu bauen. Wie die Seele helle und dunkle Seiten hat. Jetzt nach 9 Wochen sieht dies in etwa so aus.

Die „Nachbar“ Fotos über und unter einander, sind mit einander verwandt.

Links zu sehen : Straßen, Leitpfosten und Bewegung. Im übertragen Sinn: wir sind immer auf dem richtigen Weg, egal, irgendwo hin. Denn der Weg ist das Ziel. Wir werden geleitet, wenn wir es zulassen von unserer inneren Führung/Seele, Wenn wir in Bewegung bleiben, rosten wir nicht nur nicht ein, sondern können uns auch auf andere zu bewegen. Wenn wir dann bereit sind, uns in unseren Gegenüber hinein zu versetzen, können wir vielleicht sogar deren Sichtweise nach vollziehen. Wir müssen das dann nicht mögen aber es schafft Toleranz und im besten Fall Nächstenliebe.

In der Mitte seht Ihr, immer noch, Straßen oder Wege, denn weiter geht die Reise. Ganz in der Mitte ist ein Schloss. Und davor sitzt der Geist der Weihnacht, symbolisch. Wunderschön ist das Gebäude, in der Tat. Wird bewundert und die Baukunst gelobt . Da vergisst man leicht, was in der Seele der Mauern, verborgen steckt. Denn leider steht es auch für Machtmissbrauch. Immer wieder Spürbar, immer aktuell, da wir Menschen es mit uns machen lassen, wir sind leicht zu beeindrucken und zu beeinflussen. Denn wir hören nicht auf unsere innere Stimme, der Seele. Wir sind folgsam und glauben gerne das was laut ausgesprochen und ständig wiederholt wird. Wir sind es halt so gewohnt und hören nur aufs Ego, unseren verletzten Seelenanteil! Der Nebel im Bild steht für unseren oft vernebelten Blick. Er packt alles so schön in Watte. Ich mag das auch. Manchmal braucht es ein bisschen Illusion. Du weißt zwar das ist nicht real, nicht die ganze Wahrheit aber es ist einfach schön und fühlt sich gut an. Es gibt aber noch mehr zu sehen, da sind auch überall Bäume, mein Symbol der Quelle, für Sauerstoff. Mit dem ersten Athemzug beginnen wir unser Leben, mit dem letzten wird es beendet. Die Bäume stehen hier nicht, für Beständigkeit und Halt. Bäume sind tief in die Erde verwurzelt, stimmt schon. Und dennoch liegen derzeit Tausende entwurzelt dar nieder. Wenn ein Sturm los bricht gibt es keinen Halt mehr. Denn es gibt leider keine Beständigkeit im Leben, eine Illusion, die solange dauert bis sich der Nebel lüftet. Was sagt uns das? Der allerletzte Halt muss von innen kommen, von der Seele, denn früher oder später stirbt alles auch mein Körper. Wenn man daran Glaubt, die Seele bleibt. Denn sie ist nicht Materie.

Lahnwiese tote Baumwurzeln

Ganz rechts, wieder zurück auf den Block von oben. Auch wieder eine Straße, wir bleiben auf dem Weg der Seele, da sind auch Menschen, der Mond, die Erde. Diese Fotos sind Boden Nah weil sie für „Geerdet sein“ „Heilsein“ „Bei sich selber Bleiben“ „der gesunde Menschenverstand“ „ in die Tiefe gehen“ stehen sollen. Verbundenheit mit der Mutter Erde. Kleinheit, die wir in Wahrheit, im Vergleich zum Rest der Materie, Weltall, Erde sind. Nicht im Sinne von Unterdrückung und Minderwertigkeitskomplexen. Natürlich nicht. Schon in die eigene Größe kommen und dazu auch stehen, am besten mit beiden Beinen auf dem Boden.

2 Antworten zu „Be_weekly KW09 2022”.

  1. Liebe Petra,
    ich bin tief berührt von deinen Gedanken die du in wundervolle Worte für mich lesbar gemacht hast. 🙏 Herzlichen Dank dafür.
    Dein Text ist sehr tiefgründig und war Nahrung für meine
    Seele. Deshalb hat dein Text hier und jetzt meine Aufmerksamkeit mehr gefesselt.
    Der Satz:“ Der Weg ist das Ziel!“ hat mich an eine gemeinsame Zeit erinnert, die wir miteinander verbracht hatten, zu der wir uns mal verabredet hatten um ihn ein Stück gemeinsam zu gehen 🙏
    Deine Fotos spiegeln deine Worte für mich wieder und ich bin faziniert von deinen Fotos.
    Auch dafür herzlichen
    Dank.
    Herzlichen Dank fürs Teilen und Miterleben.
    Herzliche Grüße Monika

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Monika, ich Danke Dir so sehr❣️🥰

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